Montag, 27.1.2020, 5 Minuten für 6 Millionen“ (75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz)
Ab 9.30 Uhr am Marktplatz, Stolpersteine in der Stadt und anschließend St. Martini-Kirche; Ende gegen 11.30 Uhr.

Wie jedes Jahr gehen aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages Schülerinnen und Schüler von WBG, IGS, Schule am Schlosspark, BBS (erstmals) und RGS zu den Stolpersteinen, legen dort Blumen nieder und nehmen danach an der abschließenden Gedenkveranstaltung, die maßgeblich von Schüler*innen der IGS Schaumburg gestaltet wird, in St. Martini teil. Ein jüdischer Kantor wird die Veranstaltung bereichern. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung unserer Mitglieder. (Ansprechpartnerin ist Kathrin Weissbarth)
Die Synagoge ist aus diesem Anlass ganztägig geöffnet. Abends gegen 17.00 Uhr wird die CDU Kreistagsfraktion die Synagoge besuchen.

Ankündigung in der SN

 

Dienstag, 28.1.2020, 19.30 Uhr in der ehem. Synagoge (in Koop. mit der GEW)
Deutschland rechts außen -
Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können.
Vortrag von Dr. Matthias Quent, Universität Jena

Dr. Quent verfolgt in seinem Vortrag drei Themenstränge. Im Vordergrund steht eine Analyse des gesamten Spektrums extrem rechter Organisationen in Deutschland. Dabei unterstreicht der Soziologe: „Wer den Rechtsradikalismus verstehen will, muss seine Nähe zur Gewalt – sei sie in offener Aggression oder in drohender Manier – einbeziehen. Und wer das, was derzeit in unserer Gesellschaft geschieht, verstehen will, muss die Kontinuität des Rechtsradikalismus berücksichtigen.“ Gleichzeitig zeigt Quent anhand vieler anschaulicher Beispiele und Statistiken auf, dass die radikale Rechte – bei aller mörderischen Gefahr, die von ihr ausgeht – gesellschaftlich nicht so mächtig ist, wie sie scheint. Aus diesen beiden Themensträngen folgt der dritte, in dem Quent Handlungsmöglichkeiten gegen rechts beschreibt. Dr. Quent war Sachverständiger für Untersuchungsausschüsse des Thüringer Landtags (2012 & 2017), des Deutschen Bundestags (2016) sowie im sächsischen Landtag (2017) und für die Stadt München. Seit August 2016 leitet Quent das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft.

Eintritt frei, Spenden erbeten

 

Donnerstag, 30.1.2020, 20:00 Uhr im Ratsgymnasium Stadthagen (RGS) Aula (in Kooperation mit der GEW)
“Swing tanzen verboten — als Jazzmusiker im III.Reich”
Gesprächskonzert mit dem Emil Mangelsdorf Quartett


Emil Mangelsdorff, 1925 in Frankfurt am Main geboren und unter den Bedingungen des Nazisystems herangewachsen, musiziert und berichtet mit seiner lebhaften und humorvollen Gabe von den Erfahrungen und Erlebnissen des Jugendlichen Emil, der seine Leidenschaft zum Jazz entdeckt und entschlossen ist, Jazzmusiker zu werden. Er gehört zu jener “Swing-Jugend” in Frankfurt, die eine Gegenkultur zum NS-System lebt und Maßnahmen der Gestapo bis hin zur Verhaftung erträgt. Der Staat, in dem er aufwächst, unterdrückt und verfolgt jede künstlerische Artikulation, deren Basis Freiheit und Menschenwürde ist. Emil, von der Ausdruckskraft des Jazz, von der Vielfalt der Mittel dieser Musik beeindruckt, erfährt, dass kulturelle Neugier, Kreativität und Offenheit ausreichen, um die Staatsgewalt auf den Plan zu rufen. Aus der Perspektive eines Jugendlichen erzählt Mangelsdorff. Eindrucksvoll und lebendig zeigt er, dass Zivilcourage und ein Bekenntnis zu kultureller Vielfalt in jeder Gesellschaft möglich und notwendig sind, dass der aufrechte Gang aber auch Spaß macht. Auch die Ratsband des RGS wird mit einem Kurzauftritt den „alten Jazzer“ Emil Mangelsdorff ehren.

Flyer mit Veranstaltungshinweisen

Eintritt: 24,- € (für Schüler*innen: 1,- €)

 

Sonntag, 16.2.20, 17.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge
Gitarrenkonzert mit Roberto Legnani


Roberto Legnani ist von September 2019 bis Juli 2020 auf Deutschland-Tournee. Mit seiner Gitarre, dem „MODELL LEGNANI“, gebaut von Carl-Hermann Schäfer – einer „Stradivari“ unter den Gitarren –, präsentiert er virtuose und brillante klassische Kompositionen, darunter Bekanntes, aber auch von Legnani wieder entdeckte Meisterwerke, sowie seine großartigen Eigenschöpfungen, u. a. „Moods from the Song of King David“ Sein präzises Spiel ist von höchster eleganter Meisterschaft. Er ist der Meister des sauberen Tons, einer seltenen Technik unter Gitarristen. Mit gewaltigen Klang- und Farbnuancen lässt er eine eindringliche Atmosphäre entstehen. Durch die herausragende Klarheit und die Vielseitigkeit der musikalischen Wiedergabe sowie durch seine hohe Virtuosität begeistert der „Magier der Gitarre“ immer wieder sein Publikum. Die Kommission des Zentralrats der Juden in Deutschland hatte Roberto Legnani für das Kulturprogramm 2011 und 2016 ausgewählt. Eine schöne Gelegenheit, den Sonntagnachmittag zu verbringen!!

Veranstalter: Tourneebüro Cummingham; Kartenreservierung unter 07852-933034: Kassenöffnung in der Synagoge: 16.30 Uhr

 

Donnerstag, 23.04.2020,  19.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge.
Mitgliederversammlung


Bitte vormerken – eine gesonderte Einladung kommt rechtzeitig

 

Freitag, 8.5. 2020, 19.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge
Preisverleihung „Spuren schreiben“


Der 75. Jahrestag der Befreiung vom NS und der Beendigung des 2. Weltkrieges ist ein geeignetes Datum, um die besten Beiträge aus dem kreisweiten Schreibwettbewerb „Spuren schreiben“ zu hören bzw. zu sehen und öffentlich zu würdigen.

 

Donnerstag, 14.5.2020, 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge (in Koop. mit der GEW)
Das moderne Israel im Spannungsfeld zwischen arabischen und jüdischen Mitmenschen. ein literarisches Plädoyer für ein friedvolles Miteinander
Lesung mit Mati Shemoelof

Mati Shemoelof ist arabischer Jude, geboren und aufgewachsen in Haifa und lebt nun in Berlin. Er ist ein israelischer Autor, Dichter, Herausgeber, Journalist und Aktivist. Seine erste Kurzgeschichtensammlung "Überreste des verfluchten Buches" wurde 2015 veröffentlicht und mit dem Preis für das beste Buch des Jahres 2015 der Website "Yekum Tarbut" ausgezeichnet. "Bagdad - Haifa - Berlin", seine erste zweisprachige Gedichtsammlung, wurde im Aphorisma Verlag in Deutschland veröffentlicht. Seine persönliche und seine künstlerische Mission ist es, ein Licht auf Ungerechtigkeit und Diskriminierung zu werfen. Dabei glaubt er an die Macht der Worte, um Veränderungen in festgefahrenen Konflikten zu ermöglichen.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

20.05. bis 25.05. 2020 Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau.
Es sind nur noch wenige Plätze frei; Anfragen/Anmeldungen bitte umgehend bei
kraus-stadthagen@t-online.de

 

Donnerstag, 02.07.2020i, 19.30 Uhr in der APO/Alte Polizei Stadthagen (in Koop. mit der GEW)
„Der letzte Jolly Boy“ – Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Hans-Erich Viet


Ein dokumentarisches Roadmovie mit dem 97-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum durch deutsche und polnische Geschichte und Gegenwart: Vom Ghetto Bedzin über den SS-Prozess in Detmold, bei der Markus-Lanz- Talkshow im Backstage, einem Häftlings-Besuch im Gefängnis in Zeithain bis hin zur Begegnung mit jugendlichen Besuchern der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Entstanden ist eine filmische Reise durch deutsche Wirklichkeit im Gestern und Heute, auf den Spuren der Lebensgeschichte eines der letzten Überlebenden des Holocaust – eines außergewöhnlichen Protagonisten.

 

Ausblick:

Am 04.09.2020 wird Concerto Foscari wieder in Stadthagen erwartet, mit einer Lesung zum Religionsgespräch des Rabbi Stadthagen (unter Begleitung einer Schülergruppe des RGS)

Am 18.09.2020  haben wir die Zollhausboys zu Gast.

Am 17.10.2020. feiern wir den 100. Geburtstag von Erwin Rautenberg.

Ein kleiner Hinweis zu einer Studienfahrt im Herbst 2021: Für die Herbstferien 2021 ist eine Studienfahrt in die Westukraine, nach Lemberg und Czernowitz, geplant. Bitte melden Sie sich frühzeitig, wenn Sie daran Interesse haben.

 

Für Aktualisierungen und zusätzliche Veranstaltungen besuchen Sie bitte unsere Homepage: https://stadthagen-synagoge.de/ unter: Veranstaltungen.

Ein kleiner Hinweis zu einer Studienfahrt im Herbst 2021: Für die Herbstferien 2021 ist eine Studienfahrt in die Westukraine, nach Lemberg und Czernowitz, geplant. Bitte melden Sie sich frühzeitig, wenn Sie daran Interesse haben.


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, Ihre Mitwirkung und Ihre Anregungen.
Bitte rufen Sie mich gern an (05721-72548) oder schicken Sie mir eine Mail (krausstadthagen@t-online.de).
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Kraus

 


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