Freitag, 06.03.2020, 19.30 Uhr, in Kooperation mit dem Verein „Das Bienenhaus“ in der ehem. Synagoge
Winterbienen“ – ein Fall von Fluchthilfe
Norbert Scheuer liest aus seinem Roman

Bücher über Bienen haben Konjunktur. „Winterbienen“ heißt ein Roman aus der Feder von Norbert Scheuer, in dem dramatische Ereignisse gegen Ende des Zweiten Weltkriegs mit naturkundlichen Betrachtungen verknüpft werden. Das Tagebuch eines hochgebildeten Hobby-Imkers, den man sicherlich einen Sonderling wird nennen dürfen, gibt Einblick in einen Fall von Fluchthilfe an der Grenze zum von Nazideutschland überfallenen und besetzten Belgien.
Norbert ScheuerMit Sachverstand und List war es im Sommer 1943 noch gelungen, ein kleines jüdisches Mädchen in einem extra dafür gefertigten Bienenstock außer Landes zu bringen. Ein ganzes Volk Bienen half dabei mit, gegen die Verbrechen der Völkischen vorzugehen. Im Jahr 1944 hat sich die Lage verändert, Bomber der Alliierten brummen bereits über der Eifel. Was kann gewagt werden? Welche Bedeutung bekommen die „Winterbienen“? Vorgeschlagen für die Short List zum Deutschen Buchpreis 2019. Träger des er Wilhelm Raabe Preises.

Eintritt frei, Spenden erbeten.

 

Sonnabend, 07.03.2020, 11 bis 13 Uhr in der ehemaligen Synagoge

Die ehemalige Synagoge ist für Besucher geöffnet. Ein Vorstandsmitglied (Kathrin Weißbarth) steht für Fragen zur Verfügung. In einer digitalen Infostation können Interessenten Biografien von Verfolgten des Nationalsozialismus in Schaumburg sowie Historische Orte des Nationalsozialismus nachschlagen.

 

Montag, 09.03.2020, 12 Uhr im Wilhelm-Busch-Gymnasium
Eröffnung der Ausstellung „entrechtet vertrieben ermordet – Verfolgte des Nationalsozialismus in Schaumburg“

Im 75. Jahr nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist die Geschichte des Holocaust aktueller denn je: In Halle wurde eine Synagoge angegriffen, und die Machtspiele um die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen lassen vermuten, dass das Bewusstsein für die deutsche Verantwortung Gefahr läuft zu schwinden.
Dem wollen wir als Förderverein ehemalige Synagoge e. V. in Schaumburg etwas entgegensetzen. Der Verein hat eine Ausstellung erarbeitet, die Einzelschicksale von verfolgten Schaumburgern aus der Zeit des Nationalsozialismus vorstellt. Dadurch kann – so hoffen wir – Empathie entwickelt und politische und historische Verantwortung bewusst gemacht werden. Dabei kommt dem lokalen Bezug ein besonders hoher Stellenwert zu: Es geschah hier, „vor unserer Tür“. Neben Verfolgten aus Stadthagen, Bückeburg und Rinteln wurden Opfer aus Bad Nenndorf, Rodenberg, Lauenau, Sachsenhagen, Nienstädt, Obernkirchen sowie Ahnsen berücksichtigt. Die Ausstellung zeigt exemplarisch Menschen, die aus rassischen, ideologischen, politischen, religiösen, wirtschaftlichen und eugenischen Gründen verfolgt wurden.
Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und kann kreisweit ausgeliehen werden. Erstmals öffentlich gezeigt wird die Ausstellung vom 9. bis 20.März 2020 im Wilhelm-Busch-Gymnasium, danach in der IGS Schaumburg und im Ratsgymnasium Stadthagen. Sie kann jeweils an den Wochentagen während der Schulöffnungszeiten zwischen 8:00 und 16:00 Uhr besucht werden

Dienstag, 10. bis Freitag, 20.03.2020, im Wilhelm-Busch-Gymnasium

Die Ausstellung „entrechtet vertrieben ermordet – Verfolgte des Nationalsozialismus in Schaumburg“ kann an Schultagen von 8 bis 16 Uhr besucht werden.

 

Donnerstag, 18.03.2020, 19.00 Uhr,  Forum der IGS Schaumburg, in Koop. mit der GEW
Zeitzeugengespräch mit Ivar Buterfas-Frankenthal

Angesichts der jüngst in Thüringen erneut sichtbar gewordenen aktuellen Herausforderungen durch den politischen Rechtsradikalismus fuhren die GEW Schaumburg und der Verein ehemalige Synagoge Stadthagen eine weitere Öffentliche Veranstaltung zu dieser besorgniserregenden Thematik an. Den beiden Veranstaltern ist es hierzu gelungen, den landesweit bekannten Ivar Buterfas-Frankenthal aus Hamburg als Überlegenden des Holocaust in die Kreisstadt zu locken.
Der neben dem Bundesverdienstkreuz mit zahlreichen anderen bedeutenden Auszeichnungen bedachte inzwischen 87-jährige ist seit langem damit beschäftigt, seine Lebensgeschichte als. Zeitzeuge nicht nur Schülern nahezubringen, sondern auch der allgemeinen Öffentlichkeit. Zudem hat er sich verdient gemacht mit zahlreichen gemeinnützigen Aktionen, z.B. als Initiator eines Förderkreises zur Rettung der Hamburger St. Nikolai-Kirche. Das aktuelle Erstarken des Rechtsextremismus hat in ihm trotz seines hohen Alters neue Kräfte geweckt, um auf dem Hintergrund seiner teilweise abenteuerlich anmutenden Biografie unermüdlich zu warnen vor den Gefahren, die der deutschen Demokratie drohen, wozu er u.a. auch die Unterstützung des Bundespräsidenten erhält.
Als Sohn eines jüdischen Artisten litt er in seiner Heimatstadt Hamburg als Jugendlicher unter Hass und Verfolgung, wurde von seiner Schule verwiesen, überlebte im Untergrund und erlebte selbst nach Kriegsende weiterhin Schikanen, was ihn allerdings nicht zermürbte, sondern im Gegenteil zum Widerstand ermutigte.

Am darauf folgenden Tag wird er vormittags in der Aula des Ratsgymnasiums vor Schülern des RGS und WBG sowie der IGS auftreten.

Eintritt frei, Spenden erbeten.

 

Sonnabend, 04.04.2020, 11 bis 13 Uhr in der ehemaligen Synagoge

Die ehemalige Synagoge ist für Besucher geöffnet. Ein Vorstandsmitglied (Frieder Korff) steht für Fragen zur Verfügung. In einer digitalen Infostation können Interessenten Biografien von Verfolgten des Nationalsozialismus in Schaumburg sowie Historische Orte des Nationalsozialismus nachschlagen.

 

Donnerstag, 23.04.2020,  19.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge.
Mitgliederversammlung


Bitte vormerken – eine gesonderte Einladung kommt rechtzeitig

 

Sonnabend, 02.05.2020, 11 bis 13 Uhr in der ehemaligen Synagoge

Die ehemalige Synagoge ist für Besucher geöffnet. Ein Vorstandsmitglied (Andreas Kraus) steht für Fragen zur Verfügung. In einer digitalen Infostation können Interessenten Biografien von Verfolgten des Nationalsozialismus in Schaumburg sowie Historische Orte des Nationalsozialismus nachschlagen.

 

Freitag, 08.05. 2020, 19.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge
Preisverleihung „Spuren schreiben“


Der 75. Jahrestag der Befreiung vom NS und der Beendigung des 2. Weltkrieges ist ein geeignetes Datum, um die besten Beiträge aus dem kreisweiten Schreibwettbewerb „Spuren schreiben“ zu hören bzw. zu sehen und öffentlich zu würdigen.

 

Donnerstag, 14.05.2020, 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge (in Koop. mit der GEW)
Das moderne Israel im Spannungsfeld zwischen arabischen und jüdischen Mitmenschen. ein literarisches Plädoyer für ein friedvolles Miteinander
Lesung mit Mati Shemoelof

Mati Shemoelof ist arabischer Jude, geboren und aufgewachsen in Haifa und lebt nun in Berlin. Er ist ein israelischer Autor, Dichter, Herausgeber, Journalist und Aktivist. Seine erste Kurzgeschichtensammlung "Überreste des verfluchten Buches" wurde 2015 veröffentlicht und mit dem Preis für das beste Buch des Jahres 2015 der Website "Yekum Tarbut" ausgezeichnet. "Bagdad - Haifa - Berlin", seine erste zweisprachige Gedichtsammlung, wurde im Aphorisma Verlag in Deutschland veröffentlicht. Seine persönliche und seine künstlerische Mission ist es, ein Licht auf Ungerechtigkeit und Diskriminierung zu werfen. Dabei glaubt er an die Macht der Worte, um Veränderungen in festgefahrenen Konflikten zu ermöglichen.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

20.05. bis 25.05. 2020 Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau.
Es sind nur noch wenige Plätze frei; Anfragen/Anmeldungen bitte umgehend bei
kraus-stadthagen@t-online.de

 

Mittwoch,  27.05.2020, 19.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge
Zeitzeugengespräch mit Ruth Weiss (angefragt)

Ruth Weiss ist eine Jahrhundertzeugin. 1936 floh sie mit ihrer jüdischen Familie vor dem Naziterror in Deutschland nach Südafrika. Im Exil erlebte die Jugendliche die Anfänge des Apartheid-Regimes. Als Weiße wäre sie privilegiert gewesen, doch sie akzeptierte das nicht. Die Journalistin und Schriftstellerin schreibt an gegen Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Als Korrespondentin bereiste sie ganz Afrika und traf Persönlichkeiten, die die Geschicke des Kontinents entscheidend prägen sollten, wie Nelson Mandela. Mittlerweile lebt sie in Dänemark.

Die 93-Jährige kommt regelmäßig nach Deutschland, um in Schulen von ihrem ereignisreichen Leben zu erzählen.

Eintritt frei, Spenden erbeten.

(Bitte erkundigen Sie sich auf der Homepage der Synagoge, ob die Veranstaltung stattfinden kann)

 

Sonnabend, 06.06.20, 11 bis 13 Uhr in der ehemaligen Synagoge

Die ehemalige Synagoge ist für Besucher geöffnet. Ein Vorstandsmitglied (Jürgen Lingner) steht für Fragen zur Verfügung. In einer digitalen Infostation können Interessenten Biografien von Verfolgten des Nationalsozialismus in Schaumburg sowie Historische Orte des Nationalsozialismus nachschlagen.

 

Donnerstag, 02.07.2020i, 19.30 Uhr in der APO/Alte Polizei Stadthagen (in Koop. mit der GEW)
„Der letzte Jolly Boy“ – Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Hans-Erich Viet


Ein dokumentarisches Roadmovie mit dem 97-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum durch deutsche und polnische Geschichte und Gegenwart: Vom Ghetto Bedzin über den SS-Prozess in Detmold, bei der Markus-Lanz- Talkshow im Backstage, einem Häftlings-Besuch im Gefängnis in Zeithain bis hin zur Begegnung mit jugendlichen Besuchern der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Entstanden ist eine filmische Reise durch deutsche Wirklichkeit im Gestern und Heute, auf den Spuren der Lebensgeschichte eines der letzten Überlebenden des Holocaust – eines außergewöhnlichen Protagonisten.

 

Ausblick:

Am 04.09.2020 wird Concerto Foscari wieder in Stadthagen erwartet, mit einer Lesung zum Religionsgespräch des Rabbi Stadthagen (unter Begleitung einer Schülergruppe des RGS)

Am 18.09.2020  haben wir die Zollhausboys zu Gast.

Am 17.10.2020. feiern wir den 100. Geburtstag von Erwin Rautenberg.

Ein kleiner Hinweis zu einer Studienfahrt im Herbst 2021: Für die Herbstferien 2021 ist eine Studienfahrt in die Westukraine, nach Lemberg und Czernowitz, geplant. Bitte melden Sie sich frühzeitig, wenn Sie daran Interesse haben.

 

Für Aktualisierungen und zusätzliche Veranstaltungen besuchen Sie bitte unsere Homepage: https://stadthagen-synagoge.de/ unter: Veranstaltungen.

Ein kleiner Hinweis zu einer Studienfahrt im Herbst 2021: Für die Herbstferien 2021 ist eine Studienfahrt in die Westukraine, nach Lemberg und Czernowitz, geplant. Bitte melden Sie sich frühzeitig, wenn Sie daran Interesse haben.


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, Ihre Mitwirkung und Ihre Anregungen.
Bitte rufen Sie mich gern an (05721-72548) oder schicken Sie mir eine Mail (krausstadthagen@t-online.de).
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Kraus

 


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